Preisschub bei Fernwärme: BVE setzt auf digitale Heizungsoptimierung

Hamburg/Berlin. Fernwärme gilt als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende in Deutschlands Großstädten. Doch für viele Wohnungsunternehmen und deren Mieter zeigt sich aktuell auch die Kehrseite dieser Versorgungsform: die hohe Abhängigkeit von Preisanpassungen der Versorger. Besonders in Hamburg sehen sich Vermieter derzeit mit signifikanten Kostensteigerungen konfrontiert.

Der Bauverein der Elbgemeinden eG (BVE), Hamburgs größte Wohnungsbaugenossenschaft, will dieser Entwicklung aktiv entgegenwirken. Nach einer erfolgreichen Pilotphase hat der BVE nun einen Vertrag mit Green Fusion über den Rollout in 3.200 Wohneinheiten unterzeichnet. Damit wird rund die Hälfte des gesamten fernwärmeversorgten Bestands der Genossenschaft digitalisiert. Das Unternehmen berichtet auf seiner Homepage.

Die örtlichen Versorger, die Hamburger Energiewerke und HanseWerk Natur, unterstützen die Digitalisierung der Fernwärmeanlagen aktiv, indem sie zusätzliche Daten über eine Schnittstelle bereitstellen.

Fernwärme ist kein Selbstläufer

„Viele in der Branche unterliegen dem Irrtum, dass mit dem Anschluss an die Fernwärme alle Probleme gelöst sind. Die Realität ist jedoch, dass die Abhängigkeit in Bezug auf die Kosten sehr groß ist“, erklärt Paul Hock, Geschäftsführer von Green Fusion.

Genau hier setzt die Kooperation an. Ziel des Projekts ist es, die angekündigten Preiserhöhungen im Fernwärmenetz so weit wie möglich „wieder einzufangen“, um die Heizkosten für die Genossenschaftsmitglieder fair und bezahlbar zu halten.

Zwei Hebel gegen die Kostenfalle

Die Softwarelösung von Green Fusion greift dabei nicht in die physische Versorgung ein, sondern optimiert den Betrieb der bestehenden Anlagen im Heizungskeller. Dabei werden zwei wesentliche Hebel genutzt:

  1. Optimierung der Anschlussleistung: Durch die Analyse der realen Bedarfsspitzen können überdimensionierte Bestellleistungen erkannt und korrigiert werden – ein oft unterschätzter Kostenfaktor bei der Fernwärme.
  2. Senkung des Energieverbrauchs: Die kontinuierliche Überwachung und automatisierte Anpassung der Heizkurven sorgt dafür, dass nur so viel Energie verbraucht wird, wie das Gebäude und die Bewohner tatsächlich benötigen.

Sie möchten mehr über die Optimierungsmöglichkeiten durch Green Fusion bei der Fernwärme erfahren? In unserem Webinar erklärt Geschäftsführerin Nina Germanus die Potenziale im Detail. Laden Sie sich hier die Aufzeichnung herunter.

Klimaschutz durch intelligente Energie-Nutzung

Für den BVE ist die Entscheidung für Green Fusion der logische nächste Schritt auf dem Klimapfad. „Klimaschutz entsteht nicht nur durch neue Energiequellen, sondern durch intelligente Nutzung“, so Axel Horn, Vorstandsmitglied des BVE. Die Digitalisierung des Bestands ergänzt somit den physischen Ausbau der Fernwärme und stellt sicher, dass das Potenzial der Technologie voll ausgeschöpft wird – effizient, ressourcenschonend und kostensparend.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BVE und darauf, gemeinsam zu beweisen, dass sich Komfort, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit auch in Zeiten steigender Energiepreise vereinbaren lassen.

Über den BVE:

Der Bauverein der Elbgemeinden eG (BVE) ist mit rund 14.500 Wohnungen und über 23.000 Mitgliedern Hamburgs größte Wohnungsbaugenossenschaft. Zur BVE-Homepage.

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