Wie die EVM Berlin eG alle Heizungsanlagen mit Green Fusion digitalisiert
EVM Berlin eG
Eckdaten
Digitale Heizungskeller EVM Berlin eG
- Portfolio: 68 Zentralheizungen, größtenteils Gas- und Fernwärmeanlagen
- Vollständige Digitalisierung des Portfolios durch Green Fusion
- Sukzessiver Ausbau der Sektorkopplung (Wärmepumpe + PV) im Portfolio
- Installation von 50 GreenBoxen durch Green Fusion innerhalb von 30 Tagen
Herausforderungen
Transparenz-Lücken & Technik-Hürden
- Zu Beginn: Verzögerungen bei der Installation mit dem eigenen Wartungsunternehmen (die unbekannte Technik führte zu einem erhöhten Schulungsbedarf).
- Das größte Potenzial auf dem Weg zur Klimaneutralität sah die EVM in der Optimierung des Heizungsbetriebs. Dieses sollte effizient und skalierbar über alle Erzeugertypen gehoben werden.
- EVM wünschte sich eine Datenbasis aus Heizungskellern, auf der sie die Klimastrategie aufsetzen können.
- Das Team wünschte sich ein besseres Verständnis der Anlagenfunktion, weniger Wartungseinsätze und ein optimiertes Betriebsmanagement.
Schlüssel zum Erfolg
Gefestigte Partnerschaft:In Rekordzeit zum vollständigen Überblick
- Schneller Rollout: Wir haben die Partnerschaft von wenigen Installationen hin zu 50 Anlagen in 30 Tagen hochskaliert.
- Reaktionsgeschwindigkeit im Betrieb: Green Fusion stand flexibel für Problemlösungen zur Verfügung, auch am Freitagnachmittag.
- Enge Zusammenarbeit mit dem Fernwärmenetzbetreiber (BEW) zur Nutzung des Wärmemengenzählers.
- Kombination aus Software & Betrieb: EVM nutzt die Software aktiv und stärkt intern die Kompetenz der eigenen Heizungsbauer.
Die EVM Berlin eG setzt auf Transparenz statt auf das Prinzip Hoffnung. Durch die Zusammenarbeit mit Green Fusion wurde ein Portfolio aus insgesamt 68 Zentralheizungen – Gas, Öl, Fernwärme und eine Sektorkopplungsanlage mit Wärmepumpe und PV – in Rekordzeit digitalisiert, um die Weichen für eine fundierte Klimastrategie zu stellen.
Ausgangssituation und Projekt: Heizungen sollen Datengrundlage für die Klimastrategie bringen
Die EVM wusste, dass ein Teil der Heizungsanlagen nicht optimal läuft. Insbesondere bei größeren Anlagen ist das Einspar- und Optimierungspotenzial oft relevant, aber ohne belastbare Daten schwer zu quantifizieren und noch schwerer zu heben. Statt direkt mit einer umfassenden Klimastrategie zu starten, entschied sich die EVM bewusst für einen vorgelagerten Schritt: erst mit Hilfe von Green Fusion messen, verstehen und optimieren, um anschließend eine Klimastrategie auf einer verlässlichen Datengrundlage aufzusetzen.
Erkenntnisse und umgesetzte Maßnahmen: Das Portfolio im Live-Betrieb meistern
Eine wichtige Erkenntnis aus der Anfangsphase war, die enorme Bedeutung einer schnellen operativen Unterstützung. Denn natürlich gab und gibt es vereinzelt Störungen und Ausfälle. Diese können aber nun dank Überwachung schnell entdeckt, analysiert und behoben werden – teilweise aus der Ferne, manchmal auch mit den Installateuren von Green Fusion vor Ort.
Zusätzlich war die Anlagenvielfalt ein zentraler Aspekt des Projekts. Neben klassischen Gas- oder Fernwärmeanlagen gibt es auch besonders spannende Konstellationen im Portfolio, etwa am Standort Wendelsteinweg mit dem Thema Sektorkopplung. Dort steuert Green Fusion das Zusammenspiel aus Photovoltaikanlage, Wärmepumpen und Batteriespeicher.

Im Fernwärme-Kontext war die Zusammenarbeit mit dem Energieversorger BEW (Berliner Energie und Wärme GmbH) ein Schlüsselfaktor: Mit Unterstützung und der entsprechenden Erlaubnis konnte der Wärmemengenzähler aufgeschaltet und für eine sehr genaue Bestimmung der benötigten Anschlussleistung genutzt werden. Die EVM Berlin eG integrierte die neue Lösung aktiv in ihre Betriebsabläufe. Die Mitarbeiter sind regelmäßig in der Green Fusion Software, um die Anlagendaten zu überwachen und die Zusammenarbeit mit externen Wartungsunternehmen zu koordinieren.
Erfolg in Zahlen
3 Beispiele für vorgenommene Optimierungen von Heizungsanlagen



Ergebnisse: Das Fundament für die Klimastrategie steht
- Wartungseinsätze konnten signifikant reduziert werden
- Transparenz über alle Anlagen und erwartete Einsparungen von 10% bis 15%
- Innerhalb von 30 Tagen 50 Heizungsanlagen an Green Fusion Software angeschlossen
Die Partnerschaft mit Green Fusion hat der EVM Berlin ein tiefgreifendes Verständnis für die Funktionsweise ihrer Heizungsanlagen ermöglicht. Dank Green Fusion weiß die EVM, welche Anlagen wie viel Energie verbrauchen, welche Einsparpotenziale ohne einen Erzeugerwechsel zu heben sind und in welchen Gebäuden der Austausch der Heizungsanlagen priorisiert werden sollte. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für einer fundierten Klimastrategie.
Die digitale Optimierung hat nicht nur zu Kosteneinsparungen geführt, sondern hat auch dazu beigetragen, die Anzahl der Wartungseinsätze signifikant zu reduzieren.
Ausblick: Intelligente Vernetzung wird neuer Standard
Die EVM Berlin eG denkt bereits über die reine Heizungsoptimierung hinaus. Das Pilotprojekt am Wendelsteinweg dient dabei als Blaupause für die Zukunft des gesamten Portfolios: Hier wird die Sektorkopplung – das intelligente Zusammenspiel von Photovoltaik, Wärmepumpen und Speichertechnologien – unter realen Bedingungen von Green Fusion gesteuert. Ziel ist es, die Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung sukzessive auszubauen.
Die EVM Berlin eG
Die EVM Berlin eG ist eine Berliner Wohnungsgenossenschaft mit 5.372 Wohnungen und 11.510 Mitgliedern bei unter 1 Prozent Leerstand. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein gemischtes Portfolio aus insgesamt 68 Zentralheizungen (35 Gas, 20 Fernwärme, 7 Nahwärme, 4 Öl, 1 Abwasserwärmeheizung mit sechs kaskadieren Wärmepumpen und einer redundanten Gaszentralheizung, sowie 1 Sektorkopplungsanlage).


WSL Wohnen & Service Leipzig GmbH

Ausgangssituation & Projekt
Die 27 Wohneinheiten in dem aus den 1950er Jahren stammenden Siedlungsbau werden über eine Fernwärmeanlage beheizt. Dabei wies die aus dem Jahr 1994 stammende Anlage einen relativ hohen Energieverbrauch auf und verfügte über keine übergeordnete Steuerung. D.h., die einzelnen Komponenten liefen zu Projektbeginn unabhängig voneinander und ließen sich nur manuell vor Ort einstellen.
Ziel des gemeinsamen Projektes war, ohne weitere Sanierungsmaßnahmen Verbrauch, CO2-Ausstoß und Kosten deutlich zu reduzieren, und damit eine Verbesserung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit des gesamten Wohngebäudes zu erzielen.
Der Projektstart erfolgte im September 2022.

Maßnahmen & Umsetzung
Im Rahmen des EU-Projektes SPARCS wird untersucht, wie sich die dynamische Heizungsregelung auf den Energieverbrauch und CO2-Emissionen auswirkt.
Zur Optimierung des Anlagenbetriebs wurde eine intelligente Steuerung in die Fernwärmestation integriert. Dazu wurden Wärmemengenzählerdaten und Temperaturdaten aus dem Heizungskeller über eine Vodafone-Schnittstelle (API) der Software von Green Fusion in der Cloud verfügbar gemacht. Daraus berechnet Green Fusions intelligenter Heizungs-Copilot unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie etwa Wetterdaten den optimalen Betrieb und schlägt zielgerichtete Anpassungen vor. Diese können nach Freigabe durch die WSL automatisch aus der Ferne umgesetzt werden.
Ergebnisse - Zwischenstand Juli 2023
Nach Installation und einer initialen Lern- und Analysephase wird die Anlage seit April 2023 durch Green Fusions intelligenten Heizungs-Copiloten gesteuert. Die Heizkennlinie wird dynamisch geregelt, um Wärmeverluste zu reduzieren. Gleichzeitig konnte das Taktverhalten signifikant verringert werden, was nicht nur den Verbrauch senkt, sondern auch den Anlagenverschleiß reduziert. Eine automatische Schaltung des Sommer- bzw. Winterbetriebs wurde ebenfalls installiert.
Bereits nach drei Monaten konnte der Verbrauch so um 16,5 Prozent gesenkt werden. Die Bewohner*innen müssen dabei keinerlei Komforteinbußen in Kauf nehmen, im Gegenteil, der minimierte Verschleiß reduziert
Störungen und Ausfälle.
